Monday, January 29, 2007

Auch schön

Ist diese Doku in sechs Teilen (alle bei youtube).

Sunday, January 28, 2007

Halleluja

Die frohe Botschaft des Wochenendes findet man bei unseren Blogfreunden Statler und Waldorf. Jetzt wird sicher alles gut.

Oh wie schön ist Israel, Teil 2.


Foto: xnir

Friday, January 26, 2007

Oh wie schön ist Israel.



CC findet die Dame übrigens "dürr und nicht so prickelnd". Was ich für eine Notlüge halte.

Thursday, January 25, 2007

Wer war's?

"Hizbullah won, and for the first time since 1967, we tasted the taste of victory."

Wer hat sich so über den Krieg zwischen Israel und der Hisbollah geäußert?


a) Osama bin Laden, Caveman (al-Qaida)

b) Hassan Nasrallah, Terror-Scheich (Hisbollah)

c) Ismail Haniyeh, palästinensischer Regierungschef (Hamas)

d) Azmi Bishara, Abgeordneter im israelischen Parlament (Balad)


Der Gewinner wird von Spirit of Entebbe mit einem echten Haar aus dem ZZ-Top-Bart von Murat Kurnaz belohnt, das sich auch als Reliquie eignet, sobald Kurnaz von den deutschen Medien endgültig als Märtyrer heilig gesprochen wurde.

Sunday, January 21, 2007

Am Ziel

Endlich gehört die Alemannia zum erlauchten Kreis jener Mannschaften, deren Wappen als hübsch-hässliches Perlenkunsthandwerk auf dem Markt von Antalya angeboten werden. Dass ich das noch erleben darf. Ich könnt' heulen.


Antalya, Januar 2007

Geheimnisse der türkischen Küche


Antalya, Januar 2007

Friday, January 19, 2007

Für Geld nicht mal gute Worte

Eben hat die Regierung Olmert der PA die Freigabe von 100 Millionen US-Dollar (76 Mio. Euro) eingefrorener Steuereinnahmen zugesagt; da sollte man doch meinen, dass die palästinensische Seite sich zur Abwechslung auch mal in Goodwill üben könnte. Hat sich was. Stattdessen müssen wir bei Daily Alert lesen:

"The umbrella body for U.S. Jewish groups expressed "deep concern" at the call by Mahmoud Abbas for Palestinians to "raise rifles" against Israel.
"Let a thousand flowers bloom and let our rifles, all our rifles, all our rifles, be aimed at the occupation," Abbas said at a Jan. 11 rally in the context of urging Palestinians to end internecine warfare."

Schon klar, die Israelis können sich ihren Verhandlungspartner nicht backen, und im Vergleich zur Hamas schneidet Fatah immer noch besser ab, wen wundert´s. Da muss man nehmen, was man kriegt. Aber muss man sich deshalb auch fortwährende Kriegsrhetorik ausgerechnet vom feinen Herrn Abbas bieten lassen? Entweder Abu Mazen ist wirklich an einem Ausgleich mit Israel interessiert, oder er preist eben die Gewehre – sei es, um der notorisch gewalttätigen Stimmung in seinem Volk Rechnung zu tragen, sei es, um den Bürgerkrieg doch noch irgendwie abzuwenden, indem mal wieder auf den äußeren Feind (?) gezielt wird.

Dass Abbas heute Kreide frisst, um im Ausland gut Wetter zu machen und von Israel 100 Millionen Dollar einzusacken, und morgen wieder scharfmacherische Töne anschlägt, sollte ihm eine konsequente Regierung ganz schnell abgewöhnen. In dieser Hinsicht ist die israelische Öffentlichkeitsarbeit mehr als beklagenswert. Man darf ja mit Fug und Recht bezweifeln, dass die Welt hinhört, wenn solche Äußerungen wie die von Abbas publik gemacht werden, aber versuchen sollte man es schon. Und wenns nur dafür gut wäre, diejenigen, die uns Abbas stets als "Gemäßigten" verkaufen wollen, in Erklärungsnotstand zu bringen.

Zu Abbas fällt einem jedenfalls nicht mehr viel ein. Heute so, morgen so. Der Franz Beckenbauer der palästinensischen Politik gewissermaßen. Nur chronisch erfolglos.

Tuesday, January 16, 2007

Frage an Frank-Walter Steinmeier

…und alle anderen. Mein Freund K. S. möchte wissen:

"Wer kann mir erklären, warum wir eine palästinensische Autonomiebehörde, die von nur einer Terrororganisation (Hamas) regiert wird, boykottieren, während wir einer Einheitsregierung aus zwei Terrororganisationen (Hamas und Fatah) wieder Geld zur Fortsetzung ihrer Angriffe auf Israel schicken würden?"

Friday, January 12, 2007

Abgewürgt: die Terror-Intifada

Das Schöne an den düsteren Vorhersagen der Terrorversteher ist, dass sie regelmäßig von der Wirklichkeit widerlegt werden. Hieß es nicht mal, die Terror-Häuptlinge Yassin und Rantisi aus dem Verkehr zu ziehen, würde nur den Hass noch weiter anstacheln und noch mehr Verzweiflungstaten (vulgo: Terroranschläge) zur Folge haben? Hieß es nicht mal, der Sicherheitszaun brächte keine Sicherheit, weil man drüber klettern oder drunter durchschlüpfen könnte? Hieß es nicht mal, gegen Selbstmordattentäter könnte man einfach nichts machen?

Man kann sehr wohl. Indem man die Terroristen in ihren Nestern heimsucht, sie in Gewahrsam nimmt oder, wenn Gefahr im Verzuge ist, sie gleich zur Hölle schickt, Waffen und Munition beschlagnahmt, ihre Tunnel aushebt und vor allem: einen schönen langen, hohen Zaun, state of the art, errichtet. Die Einsätze der israelischen Verteidigungsstreitkräfte waren offensichtlich sehr effektiv, denn gelangen den palästinensischen Terrorgruppen noch 2002, im schlimmsten Jahr der „Al-Aqsa-Intifada“, 62 Selbstmordattentate (234 Tote), so waren es im vergangenen Jahr noch genau zwei (11 Tote). Die Zahl dieser besonders perfiden Terroranschläge hat sich seit 2002 von Jahr zu Jahr verringert: von den erwähnten 62 auf 18 (2003), auf 7 (2004), auf 5 (2005), auf 2 (2006).

Entsprechend hat auch die Gesamtzahl der ermordeten Zivilisten in Israel abgenommen: von 289 (im Jahr 2002) auf 145, 72, 43 bis auf 23 (im Jahr 2006).

Nicht, dass es am Mordwillen der Terroristen gemangelt hätte; der ist ungebrochen. Laut Armeeangaben wurden 187 (!) potenzielle Attentäter rechtzeitig abgefangen bzw. verhaftet. Es nun einmal so: Weil die israelische Armee im Frühjahr 2002 in die Offensive gegangen ist und die palästinensischen Terroristen seitdem damit beschäftigt sind, sich vor der IDF zu verstecken, kommen sie nicht mehr dazu, neue Anschläge zu planen bzw. auszuführen. Gewalt kann also durchaus eine Lösung sein, jedenfalls dann, wenn weder Zurückhaltung noch in Verhandlungen demonstrierter Goodwill gefruchtet haben.

Die Palästinenser haben für ihre Terror-Intifada einen hohen Blutzoll entrichten müssen. Und was hat sie ihnen gebracht? Nichts. Keine weiteren Zugeständnisse Israels, erst recht keinen Staat; statt dessen haben sie beim Verhandlungspartner die Überzeugung geweckt, dass sie keine Ruhe geben werden, egal was man ihnen gibt. „Wer ficken will, muss freundlich sein“ – diese alte Weisheit haben sie nie verinnerlicht. Bleibt abzuwarten, wann sie ihnen endlich dämmert.

Wednesday, January 10, 2007

n-tv schlägt ZDF

Gleiches Ereignis, unterschiedliche Darstellung:

Dienstag, 09.01.07, 22:57 n-tv Videotext

"Bei einem US-Luftangriff in Somalia ist nach CNN-Informationen ein führender El Kaida-Terrorist getötet worden.

Fazul Abdullah Mohammed stand auf der CIA-Liste mit den meistgesuchten Terroristen. Er soll für die Anschläge gegen die US-Botschaften in Kenia und Tansania verantwortlich gewesen sein.

Damals starben mehr als 200 Menschen. Ein Sprecher der somalischen Regierung sagte, dass bei dem Angriff im Grenzgebiet zu Kenia mindestens 30 Menschen getötet wurden."



Dienstag, 09.01.07, 23:02 ZDF-Videotext

"USA greifen Dorf in Somalia an - Viele Tote

Erstmals seit Beginn des somalischen Krieges haben die USA direkt in die Auseinandersetzungen eingegriffen. Ein US-Kampflugzeug beschoss in der Nacht ein Dorf, in dem sich der Anführer der radikal-muslimischen Organisation El-Kaida versteckt haben soll.

Bei dem Luftangriff seien viele Menschen getötet worden, sagte ein hochrangiger somalischer Regierungsvertreter. Genaue Opferzahlen lagen ihm nicht vor. Das US-Verteidigungsmninisterium machte dazu keine Angaben."

Bei n-tv erfahren wir also,
- dass der Luftangriff einem gesuchten Top-Terroristen galt
- wie er hieß
- welche Anschläge er auf dem Kerbholz hatte
- dass er in die ewigen Jagdgründe eingegangen ist
- dass für die Amerikaner ein Kollateralschaden von 30 Dorfbewohnern offenbar akzeptabel ist, woran wir uns bei den Reaktionen auf die nächste gezielte Tötung eines Hamas-Terroristen erinnern sollten

Während das ZDF suggeriert, dass
- das Ziel des Angriffs "ein Dorf" war
- dass sich dort möglicherweise (zufällig?) ein gesuchter "Anführer" (natürlich kein Terrorist) der "Organisation" (nicht des Terror-Netzwerks) El-Kaida aufhielt, jedenfalls stellt die Formulierung die Tatsache in Frage.

Mit "genauen Opferzahlen" kann das ZDF auch mehrere Minuten nach der n-tv-Meldung nicht aufwarten, aber wichtig ist ja ohnehin nur, dass die "USA ein Dorf in Somalia angreifen".

Sowas kommt dabei heraus, wenn Nachrichten-Redakteure, statt einen ordentlichen Job zu machen, ihr Publikum erziehen wollen.

Wednesday, January 03, 2007

Israelis cease, Palestinians fire

Nur um es für den absehbaren Tag festzuhalten, an dem Israel der Geduldsfaden reißt und das Geschrei wieder los geht, von wegen "Auge um Auge": Seit dem Beginn der sogenannten Feuerpause zwischen der IDF und den palästinensischen Terrorgruppen im Gazastreifen am 25. November 2006 wurden mehr als 60 Raketen auf israelische Ortschaften wie Sderot abgefeuert. Einige Menschen wurden dabei verletzt, ansonsten entstand eher geringer Sachschaden. Allerdings leben die Bewohner der beschossenen Gemeinden in ständiger Sorge und Unsicherheit, und man wüsste gern, welcher Staat in einer solchen Situation auf die angemessene Reaktion verzichten würde. Israel hat jedenfalls bisher nicht reagiert.

Wie gesagt, wir halten das als Zwischenbilanz fest, nur for the record.

Geht's noch?

Zur allgemeinen Empörung über das Todesurteil, das über Iraks Ex-Diktator Hussein verhängt wurde, ist eigentlich schon alles gesagt worden. Aber noch nicht von jedem. Also hier noch eine Anmerkung, zumal eben die Regierung Prodi angekündigt hat, bei den Vereinten Nationen eine Initiative zur weltweiten Ächtung der Todesstrafe in Gang zu setzen.

Unabhängig davon, wie man zur Todesstrafe stehen mag, scheint es doch reichlich obszön, ausgerechnet den Fall Saddam Hussein zum Anlass einer solchen Initiative zu nehmen. In China, wo jedes Jahr Tausende exekutiert werden, die sich eines der 68 Delikte schuldig gemacht haben, die dort mit dem Tod geahndet werden, wird man sich darüber ins Fäustchen lachen, zumal schon das Fälschen von Mehrwertsteuerbelegen im Reich der Mitte als todeswürdiges Verbrechen gilt. Um es klar zu sagen: Leute wie Otto Graf Lambsdorff (verurteilt wegen Steuerhinterziehung), TV-Moderator Carsten Spengemann (verurteilt wegen Unterschlagung) und Schauspieler Martin Semmelrogge (verurteilt wegen Drogenvergehen) hätten den Genickschuss zu gewärtigen - einen übrigens, der Organe unbeschädigt lässt, die sich Devisen bringend in den Westen verscherbeln lassen.

Gruselig genug, aber für manchen wohl nicht so gruselig wie die Hinrichtung des Massenmörders Saddam Hussein. Erst die bringt die Gegner der Todesstrafe so richtig in Wallung. O tempora, o mores!

Leserbrief des Tages

Eine bedenkliches Rechtsverständnis haben manche Leute, das sollte man nicht für möglich halten. Offensichtlich stand Satan Hussein mit seiner im Prozess ebenso lautstark vertretenen wie irritierenden Auffassung, er, und nur er, sei weiterhin der legitime Präsident der Irak, nicht ganz allein. Zumindest ein Leser der WELT, Ulf-Holger Dunker geheißen, steht dem Schlächter von Bagdad auch nach dessen Höllenfahrt noch öffentlich bei, wie der Zeitung heute zu entnehmen ist:

"Saddam Hussein ist der rechtmäßige Präsident des Irak. Da die Besetzung des Irak durch die USA völkerrechtswidrig war, war seine Hinrichtung ein glatter Mord."

Glatter Mord - während das Lebenswerk des Schlächters von Bagdad wohl locker mit dem Völkerrecht in Einklang zu bringen ist. Es ist inständig zu hoffen, dass Herr Dunker sein Tagwerk als ehrlicher Schiffsschaukelbremser verrichtet und nicht etwa auf deutschen Gerichtsfluren sein Unwesen treibt. Aber man kann ja nie wissen.

In memoriam: Teddy

Der erste Blog-Eintrag des Jahres ist Teddy Kollek gewidmet, dem Erbauer des modernen Jerusalem, der gestern im Alter von 95 Jahren verstorben ist. Vor 16 Jahren war es mir einmal vergönnt, ihn zu treffen und zu sprechen. Ein Großer aus der Gründergeneration Israels, ein Mann mit Herz, Hirn, Witz und Charisma.

Friede seiner Seele.