Saturday, September 30, 2006

So muss ein Liveticker aussehen.

Friday, September 29, 2006

They are playing our song!

Weise Entscheidung

Endlich wieder ein Alemanne, der nicht nur den Aachener Adler auf der Brust trägt!

Update am 8.10.2006: Und so sieht's aus.


Monday, September 25, 2006

Die Neunzehn Gebote der Islamisten

Radikale Islamisten haben einen Verhaltenskodex entworfen, der von ihrer Klientel schon jetzt weitgehend eingehalten wird. Dieses brisante Dokument wurde Spirit of Entebbe von wohlgesonnenen Geheimdienstmitarbeitern zugespielt.


-------------schnipp---------------


1. Du sollst Fatwa und Mullah ehren.

2. Du sollst westliche Medienvertreter belügen.

3. Du sollst deine Frau in einen Sack stecken.

4. Du sollst Ungläubige töten.

5. Du sollst Massenmörder als Märtyrer glorifizieren.

6. Du sollst deine Kinder von früh auf zum Hass erziehen.

7. Du sollst permanent beleidigt sein.

8. Du sollst Europas Straßen unsicher machen.

9. Du sollst Respekt für deine Religion einfordern, während du auf Kreuz und Davidstern spuckst.

10. Du sollst Flaggen verbrennen.

11. Du sollst dich bei Demonstrationen aufführen wie Rumpelstilzchen.

12. Du sollst deine Tochter im Namen der Familienehre umbringen.

13. Du sollst „Hilfe!“ rufen, nachdem du jemanden angegriffen hast.

14. Du sollst die Schuld für dein Versagen bei den Juden suchen.

15. Du sollst randalieren, wenn dir jemand eine Neigung zur Gewalt unterstellt.

16. Du sollst Krieg gegen Zivilisten führen.

17. Du sollst in den Jihad ziehen und die Gegenwehr des Feindes als Kreuzzug denunzieren.

18. Du sollst Busbomber an die Regierung wählen.

19. Du sollst den Tod lieben, nicht das Leben.

Thursday, September 21, 2006

"Ich rieche noch den Schwefel…"

Die jüngsten, wirklich denkwürdigen Auftritte von Chavez und Achmachmirdendschihad vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen haben wieder einmal deutlich gezeigt, wie ernst dieser Laden noch zu nehmen ist. Möchte mir jemand widersprechen, wenn ich feststelle, dass der Pausenhof der Rütli-Schule im Vergleich dazu als Hort des gesitteten Miteinanders durchgeht? Ausgerechnet die UN als moralische Instanz heran zu ziehen, ist angesichts der eingangs erwähnten grotesken Vorstellungen geradezu abenteuerlich. Wir werden uns deshalb einmal das zweifelhafte Vergnügen gönnen, die so oft zitierten Resolutionen der UN zum Nahost-Konflikt näher zu beleuchten. Freuen Sie sich schon mal auf ein paar Überraschungen. Demnächst auf diesem Blog.

Wednesday, September 20, 2006

Fortgesetzte Realitätsverweigerung

Kaum zu glauben: 58 Jahre nach der "Nakba", nach Jahrzehnten des Terrors, der Israel sichtbar nicht in die Knie gezwungen hat, und nach 14 Jahren "Friedensprozess" können sich noch immer zwei Drittel der Palästinenser nicht einmal mit der simplen Tatsache abfinden, dass der jüdische Staat existiert - Grundvoraussetzung der von der Welt doch favorisierten Zwei-Staaten-Lösung.

Im Klartext heißt das: 67% der Palästinenser sind der Meinung, dass die Hamas den Staat Israel nicht anerkennen soll. Nur 30% sind dafür. Das geht aus einer Umfrage des palästinensischen Center for Palestinian Policy and Research von Dr. Khalil Shkaki in Ramallah am vergangenen Wochenende hervor.

Und es zeigt zweierlei:

- erstens, dass der als Widerstand schöngeredete antiisraelische Terror der Hamas nach wie vor von einer satten Mehrheit der Bevölkerung gebilligt wird, was die im Westen weit verbreitete Behauptung widerlegt, die Palästinenser hätten Hamas nur gewählt, um ihr für die sozialen Wohltaten zu danken und die Fatah abzustrafen, während sie gleichzeitig doch weiterhin hinter dem "Friedensprozess" stünden

- und zweitens, dass mit den Palästinensern bis auf weiteres kein Staat zu machen ist, weil sie jeder Vernunft trotzend eisern entschlossen sind, die Taube auf dem Dach dem Spatz in der Hand vorzuziehen. Man darf aber sicher darauf wetten, dass es niemand ihrer angeblichen Unterstützer fertig bringt, sie beizeiten darauf aufmerksam zu machen.

Anschwellendes Friedensgesäusel

Nun steht es fest: Deutsche Fregatten werden in zehn Tagen vor der libanesischen Küste kreuzen. Sogar die Mehrheit der Grünen stimmte im Bundestag für den Einsatz. Aber in der Frankfurter Rundschau von heute fightet eine Gruppierung mit dem obskuren Namen „Bundesausschuss Friedensratschlag“ heroische Nachhutgefechte aus. Sie bringt, auch wenn es nichts mehr nützt, sechs „Gründe gegen den Einsatz im Libanon“ vor.

Der erste und wohl auch wichtigste: „Deutschland ist im Nahostkonflikt nicht neutral, sondern Verbündeter Israels.“

Als wenn das ein Grund gegen den Einsatz wäre! Dabei ist für die selbst ernannten Friedensfreunde bestenfalls Neutralität drin, wenn eine antisemitische Terrortruppe wie die islamistische Hisbollah einen Krieg gegen die Demokratie Israel entfesselt.

2. „Deutschland hat ein selektives Völkerrechtsverständnis.“

Während für den „Bundesausschuss Friedensratschlag“, you name it, beide Seiten gegen das humanitäre Kriegsvölkerrecht verstoßen.

Da verwundert es nicht, dass die friedensbewegte Gruppe von der „Besetzung der (libanesischen) Shebaa-Farmen" spricht, obwohl selbst die der Sympathie für Israel gewiss unverdächtigen Vereinten Nationen festgestellt haben, dass diese zu den Golan-Höhen gehören. Neben den bärtigen Gotteskriegern der Hisbollah sind die deutschen Friedensfürsten die einzigen, die das Gebiet für „libanesisch“ halten.

3) „Der 'robuste' Einsatz zur Bekämpfung des Waffenschmuggels wird sein Ziel verfehlen.“

Begründung: Dann laufe der Waffenschmuggel eben über den Landweg. Was er ohnehin tut. Ist das ein Argument dafür, auch noch einen über See zuzulassen?

4) „Wer Waffenlieferungen unterbinden will, darf selbst keine Waffen liefern.“

Jedenfalls nicht an Israel. Dieser Staat nämlich ist der Empfänger von Deutschland gelieferter U-Boote. Pfui Teufel!

5) „Der Einsatz der deutschen Marine kann gefährlich werden.“

Was nicht auszuschließen ist. Gleichwohl weiß jemand, der bei der Bundeswehr seinen Dienst ableistet statt bei der Heilsarmee, dass ein Militäreinsatz tatsächlich auch mal gefährlich werden kann.

6) „Chance zur Politik ergreifen!“

Hier läuft mal wieder alles auf die UN-Resolutionen 242 und 338 hinaus, nebst üblicher, gleichwohl fälschlicher Verwendung des bestimmten Artikels, wenn es um „den Rückzug Israels aus den (sic!) besetzten Gebieten“ geht. Abschließend barmt die Gruppe, auch die Sicherheitsinteressen der anderen Seite(n) anzuerkennen, der Focus „Solidarität mit Israel“ sei zu eng.

Der ganze Schmarrn steht hier.

Nun stellt sich natürlich die Frage, wer sich hinter dem hochtrabenden Namen „Bundesausschuss Friedensratschlag“ verbirgt. Des Rätsels Lösung: „Ein Zusammenschluss von zahlreichen Basis-Friedensinitiativen und Einzelpersonen zur Entwicklung und Durchsetzung friedenspolitischer Alternativen zur gängigen Außen- und Sicherheitspolitik, zu Aufrüstung und Krieg.“

Ehrlich, Freunde: Die Welt ist zu schlecht, als dass die Lösung ihrer Probleme ausgerechnet im akademischen Mustopf ausgebildeten Friedens- und Konfliktforschern angetragen werden sollte, die sich ums Verrecken nicht auf eine Seite schlagen wollen. Vorschlag zur Güte: Auf euren Tagungen und Sommerakademien dürft ihr nach Herzenslust in die Sessel pupsen, während ihr über die Welt schwadroniert, wie ihr sie durch eure Scheuklappen wahrnehmt. Aber verschont uns mit euren Ratschlägen. Bitte.

Tuesday, September 19, 2006

Bürger für den Frieden

Den Wettbewerb „Wie packe ich die meisten Falschaussagen in einen kleinen Absatz?“ hat Herr Günter Schenk aus Beilheim / Frankreich gewonnen – mit einem Leserbrief in der aktuellen Ausgabe der ZEIT. Er mokiert sich darüber, dass Israels Außenministerin Zipi Livni in einem Interview mit Josef Joffe Israel als „Teil des Westens“ bezeichnete. Ausschnitt:

„Westlichem Rechtsverständnis entspricht es keineswegs, zahlreiche Menschen in Administrativhaft – ohne Anklage – zu halten. Gezielte Tötungen, wie groß die Schuldvorwürfe gegen die so Ermordeten sein mögen, entsprechen auch nicht „westlichen Werten“. Schon gar nicht vorstellbar ist es für westliches Denken, wenn ein ganzes Land in Schutt und Asche gelegt wird – zur Befreiung einiger Kriegsgefangener.“

Leider hat Herr Schenk zwei Kleinigkeiten zu erwähnen vergessen: den Krieg und den fortgesetzten Terror, dem sich der Staat Israel ausgesetzt sieht. Selbstverständlich sind Administrativhaft und gezielte Tötungen kein Teil des normalen israelischen Rechtswesens sondern Maßnahmen, die im Ausnahmezustand getroffen werden. Entzieht sich etwa ein Terrorist dem polizeilichen Zugriff, indem er sich in palästinensischem Autonomiegebiet aufhält, ohne dass ihm die dortigen „Sicherheitskräfte“ in eklatanter Verletzung entsprechender Abkommen die Vorbereitung von Terroranschlägen erschweren, muss der Staat Israel ihn auch auf unkonventionelle Art aus dem Verkehr ziehen dürfen, weil er die Pflicht hat, seine Bürger zu schützen. In Deutschland nennt man das, glaube ich, den „finalen Rettungsschuss“, wie er etwa bei Geiselnahmen angewendet werden darf. Daher handelt es sich auch nicht um „Ermordete“, weil die israelischen Streitkräfte und ihre Elitekommandos keine niedrigen Beweggründe haben, etwa einen Bombenbastler wie den „Ingenieur“ Yehie Ayyash oder den Terrorscheich Yassin vom Leben zum Tode zu befördern, sondern sehr reale und durchaus vertretbare. Weiterhin ist durch die Offensive der israelischen Armee im Libanon nicht „ein ganzes Land in Schutt und Asche gelegt“ worden, sondern Teile des von der Hisbollah beherrschten Südens und ein Stadtteil im Süden Beiruts. Und das nicht, um „einige Kriegsgefangene“ zu befreien, sondern als Reaktion auf einen blutigen Überfall der Hisbollah (acht tote Soldaten) auf israelischem Territorium, einem glasklaren casus belli, bei gleichzeitigem Raketenbeschuss israelischer Ortschaften. Als „Kriegsgefangene“ lassen sich hinterrücks überfallene und verschleppte Soldaten auch kaum bezeichnen.

In welcher Welt lebt man eigentlich, wenn man sich, wie Herr Schenk, als Mitglied des „collectif judéo-arabe et citoyen pour la paix“, zum Nahost-Konflikt äußert? Warum nennt der Experte die orientalischen Juden „Mischrazin“ (sic!)? Und was meint er damit, dass „Israel seiner Verantwortung (…) als Teil des Vorderen Orients gerecht“ werden soll? Soll der jüdische Staat auf das Niveau der Region herabsinken? Dann allerdings hätte Herr Schenk aus Beilheim wirklich Grund zur Klage.

Lektüre-Tipp

Gute Nachrichten: Yaacov Lozowicks großartiges Buch "Right to Exist – A Moral Defense of Israel's Wars" soll nun endlich Ende des Monats in deutscher Übersetzung im konkret literatur verlag erscheinen. Eine Rezension des Werks wird in den nächsten Tagen (optimistische Prognose) an dieser Stelle zu lesen sein. Da ich aber ein unbedingt vertrauenswürdiger Typ bin, können Sie meiner Empfehlung guten Gewissens folgen und das Buch vorbestellen. Ein must-have für jeden, der stumpfe Israelkritiker mit bestechenden Argumenten die Schamesröte ins Gesicht treiben möchte. Kaufbefehl!

Verkehrsdurchsage

Achtung, an alle Autofahrer unterwegs im Raum Ostvorpommern: In der Gemeinde Postlow laufen 55 unberechbare Subjekte über die Fahrbahn. Bekleidet sind sie mit braunen Hemden und Springerstiefeln bzw. grün-lila Ballonseidenanzügen. Die Subjekte sind orientierungslos und benötigen dringend demokratische Nachhilfe. Wenn Sie nicht in Versuchung kommen wollen, das Gaspedal durchzudrücken, sollten sie das Gebiet weiträumig umfahren.

Und jetzt gehts weiter mit Musik.

Friday, September 15, 2006

Anmerkung zur causa Liza vs. Külbelböck

Eigentlich heißt es ja ganz zu Recht: "Never argue with idiots. They bring you down to their level, then beat you with experience." Andererseits: Jürgen "Cain the Brain" Külbel kann noch so wild herumfreislern – Liza wird sich niemals auf sein Niveau herablassen. Mit einer Mischung aus Grusel und Faszination verfolgen wir, wie es weitergeht.

Tuesday, September 12, 2006

Bandenkrieg beendet

Hamas und Fatah haben sich offenbar auf der Grundlage des „Gefangenendokuments“ auf eine Zusammenarbeit geeinigt. Eine große Koalition des Terrors gewissermaßen. SPIEGEL online sieht darin Grund zur Hoffnung auf eine Wiederbelebung des sogenannten Friedensprozesses. Aber seit wann ist es ein ermutigendes Zeichen, wenn die beiden größten Mafia-Familien ihre Streitigkeiten beilegen, um nunmehr gemeinsam organisierte Kriminalität zu betreiben? Können die von ihnen bedrohten Leute deshalb ruhiger schlafen? Oder liegt nicht viel eher die Vermutung nahe, dass die ehrenwerte Gesellschaft ganz eigennützige Motive hat, nämlich die Kräfte gegen den gemeinsamen Feind zu bündeln statt sich selbst in Familienfehden aufzureiben?

Es steht zu befürchten, dass die Arbeitsteilung Früchte trägt. Don Haniye wird Abu „Chicken“ Mazeni mit heiserer Stimme was ins Ohr flüstern, und während beider Leute ausschwärmen, um hier den einen um Schutzgeld zu erpressen und dort den anderen säumigen Zahler zu liquidieren, dackelt Mazeni höchstpersönlich zur Polizei, um ihr ein Angebot zu machen, das sie ganz bestimmt nicht ausschlagen kann. Und die wird fortan mit noch besserem Gewissen wegschauen, wenn es knallt.

Welch ein Fortschritt.

Thursday, September 07, 2006

Sind so blaue Augen

José Luis Rodríguez Zapatero, spanischer Ministerpräsident, heute im Gespräch mit der ZEIT:

„Lassen Sie mich jetzt sagen, was der gemeinsame Kampf der Demokratien gegen den Terrorismus nicht ist: Er ist nicht Irak, er ist nicht Guantánamo. Der Kampf gegen den Terrorismus ist: Vereinte Nationen, internationale Staatengemeinschaft, eine starke EU und Geltung des Völkerrechts. Er ist eine Allianz gegen den Hunger und eine Allianz der Zivilisationen gegen Armut und Krankheit“.

Also kein Kampf etwa gegen die mörderische, apokalyptische Ideologie der Islamofaschisten, die vom weltweiten Kalifat, Scharia für alle und der Auslöschung Israels träumen. Das käme Zapatero nicht in den Sinn, denn die Ursachen des Terrors sind für ihn Hunger, Armut und Krankheit. Leider verrät er uns nicht, warum es dann keine Schwarzafrikaner sind, die sich in kenianischen und ägyptischen Hotels, tunesischen Synagogen, israelischen Linienbussen und Cafés, britischen U-Bahnen und, nicht zuletzt, spanischen Vorortzügen in die Luft sprengen. Auch die New Yorker Zwillingstürme wurden nicht von HIV-infizierten, mittellosen und darbenden Schwarzen zerstört. Eines ist gleichwohl möglich: Zapatero könnte al-Qaida, Hamas, Hisbollah et al. als Rächer der Enterbten betrachten, als Kämpfer gegen westliche Überlegenheit, Ungerechtigkeit und Globalisierung, deren Daseinsgrund entfällt, wenn der Westen nur brav alles teilt und noch mehr Ärzte in aids-verseuchte Landstriche schickt. Jedenfalls wendet sich der spanische Regierungschef energisch gegen „Kreuzzüge“, während er den von den Jihadisten ausgerufenen „Heiligen Krieg“ nicht zur Kenntnis nimmt. Eine recht pikante Einstellung, denn eines der ersten Territorien, welche die radikalen Islamisten für ihren Glauben zurückzugewinnen trachten, ist al-Andalus – Andalusien. Osama bin Laden und seinen Spießgesellen liegt die Reconquista nämlich immer noch schwer im Magen.

Vielleicht hätte Zapatero in dieser Woche mal Zeitung lesen oder fernsehen sollen. Bin Ladens Stellvertreter Aiman al-Sawahiri hat sich gerade mit einer 48-minütigen Videobotschaft an die Amerikaner und „allgemein an die Menschen im Westen“ gewandt und sie dazu aufgerufen, zum Islam überzutreten: „Wir laden alle Amerikaner und Ungläubigen ein, zum Islam zu konvertieren“. Den US-Soldaten ließ er wie folgt das Blut in den Adern gefrieren: „Ihr wisst, wenn ihr als Ungläubige im Kampf gegen die Muslime sterbt, kommt ihr direkt in die Hölle!“ Und der zum Islam übergetretene Kalifornier Gadahn sekundiert: „Schlagt den richtigen Weg ein, bevor es zu spät ist und ihr dasselbe traurige Ende erfahrt wie tausende vor euch.“

Das hört sich natürlich schon etwas anders an als der robinhoodeske Kampf für die Witwen und Waisen, den Zapatero auszumachen meint. Aber es kann halt nicht sein, was nicht sein darf.

Im gleichen Interview frohlockt der Sozialist über die Stationierung europäischer Truppen (also eigentlich über die Abwesenheit von US-Militär) im Libanon, der „schlimmsten Konfliktzone der ganzen Welt“ (sic!), denn: „Nur sie gelten als legitim.“ Zwar gelten sie vor allem als mindestens so zahnlos wie der späte Wolfgang Neuss, weshalb sieben Meilen vor der Küste gurkende Fregatten und fern der syrischen Grenze sich irgendwo duckende Blauhelme aus Frankreich oder Italien für die Hisbollah locker zu verschmerzen sind, aber da Zapatero für die USA ungefähr genauso viel übrig hat wie die Araber, wollen wir ihn gern in dem Glauben belassen.

Für den Weltfrieden und globale Gerechtigkeit sorgen also die rechtmäßigen Kämpfer gegen den Terrorismus: die Staatengemeinschaft inklusive aller Regimes, die den Terror nach Kräften fördern, und die arabischen Staaten, die in Petrodollars schwimmen. Demnächst beauftragen wir dann Marc Dutroux mit der Leitung eines Kindergartens.

Friday, September 01, 2006

Leitartikel in der South English Newspaper, 2. September 1939

Von Harry Bert Pruntle

Nun also will das Deutsche Reich nach den Worten seines charismatischen Führers „Bomben mit Bomben“ vergelten. Ob wirklich polnische Truppen den deutschen Sender Gleiwitz in Oberschlesien angegriffen haben, wie die deutsche Seite behauptet, ist zur Stunde noch unklar. Fest steht, dass das im Versailler Vertrag gedemütigte Deutschland die Gunst der Stunde nutzt, um seine nationale Würde wieder herzustellen.

Die mit veralteten Waffen ausgestattete polnische Armee wird der hoch gerüsteten Wehrmacht wenig entgegen zu setzen haben. Noch ist nicht absehbar, ob die deutsche Offensive als Strafaktion gedacht ist oder ob Hitler überreagiert, vielleicht sogar ganz Polen besetzen wird.

Dennoch: England und auch unser Verbündeter Frankreich sollte jetzt nicht den Fehler machen, sich in diesen Krieg hineinziehen zu lassen. Die Folgen wären nicht weniger als verheerend. Europa drohte ein Flächenbrand, der, einmal außer Kontrolle geraten, das Ausmaß der Zerstörung sogar des großen Kriegs von 1914–1918 in den Schatten stellen könnte. Ein Angriff auf das Deutsche Reich, den die Hardliner fordern, wäre ein militärisches Abenteuer.

Gewiss, Hitler ist ein Despot. Er hat das Parlament entmachtet und Tausende seiner politischen Gegner in Lagern eingesperrt. Auch kam es bereits zu Übergriffen auf Juden. Gleichwohl wurde Adolf Hitler demokratisch gewählt, und die große Mehrheit der Deutschen steht auch heute noch zweifellos hinter ihm. Das haben wir zu respektieren. Seine Erfolge bei der Beseitigung der Arbeitslosigkeit sind unumstritten, und sein Regime hat vielfältige Maßnahmen getroffen, um das Wohlergehen seiner Bürger sicherzustellen und sie weiter an die herrschende Partei zu binden. Familien, die sich früher keinen Urlaub leisten konnten, reisen nun mit KdF-Schiffen zu den Fjorden Norwegens, und Kinder und Jugendliche aus allen Schichten haben Spaß in Zeltlagern. Nicht zuletzt erwies sich das nationalsozialistische Deutschland auch als hervorragender Gastgeber der jüngsten Olympischen Spiele. Kurzum: Es ist nicht auszuschließen, dass die so militant auftretende NSDAP ihre Politik mittelfristig mäßigt und, wer weiß, vielleicht sogar demokratische Reformen einläutet.

Deshalb will jeder politische Schritt, den wir jetzt unternehmen, wohl überlegt sein. Es kann nicht in unserem Interesse liegen, uns das Deutsche Reich ohne Not zum Feind zu machen. Wir sollten uns nicht von der mitunter brachialen Rhetorik des Führers in einen zerstörerischen Waffengang locken lassen, der Millionen Menschen bei uns und in Deutschland den Tod bringen könnte. Wenn Hitler angekündigt hat, das jüdische Volk auszurotten, so ist das zuallererst billiger Populismus, dem keine Taten folgen werden. Das deutsche Volk mit seiner langen humanistischen Tradition würde ein solches Verbrechen niemals zulassen.

Die Regierung wäre gut beraten, jetzt nicht vorschnell auf Konfrontationskurs zu gehen. Eine Kriegserklärung an das Deutsche Reich würde uns in eine Spirale der Gewalt treiben. Wie wäre denn das Kriegsziel zu definieren? Sollen wir etwa die demokratisch gewählte Regierung in Berlin stürzen? Dem deutschen Volk die Demokratie oktroyieren? Und uns seinen Hass auf ewig sichern, indem wir es nach 1918 zum zweiten Mal demütigen?

Nein, wir dürfen jetzt nicht auf die Leimrute kriechen, die Herr Hitler für uns ausgelegt hat. Klüger ist es, weiter abzuwarten, um ihm mit Beharrlichkeit den Wind aus den Segeln zu nehmen. Es ist kontraproduktiv, den Führer zu dämonisieren. Sein Volk würde sich nur umso entschlossener um ihn scharen. Stattdessen sollten wir Deutschland Verhandlungen auf Augenhöhe anbieten, in dessen Verlauf das Reich Farbe bekennen muss, wie es sich seine künftigen Grenzen vorstellt. Bis dahin sollten wir mit Augenmaß reagieren. Hitlers Reden sind in der Tat beunruhigend, aber wie heißt es doch so schön? Hunde, die bellen, beißen nicht.

Jürgen Trittin rettet den Weltfrieden (oder versucht es)

Wir wissen nicht, warum sich Jürgen Trittin vor Rumsfelds vermeintlichen „Bombenfantasien“ mehr ängstigt als vor Atomwaffen in der Hand Achmachmirdendschihads. Vielleicht hat er im Grundkurs Geschichte gefehlt, als das Münchner Abkommen durchgenommen wurde, und erinnert sich nur verschwommen, aber auch erleichtert an Chamberlains „Peace in our time!“ und daran, dass so zum Glück der Zweite Weltkrieg verhindert werden konnte. Jedenfalls schreckt ihn schon der Gedanke an Sanktionen gegen den Iran. Er setzt auf Verhandlungen mit den Mullahs. Da sich jedoch sowohl die Bundesregierung als auch die Amerikaner hartleibig zeigen, muss er wohl selbst initiativ werden.

rrrrrrriiiiiing… rrrriiiiiiiiing…

A.: (an der Zentrifuge herumschraubend): Ja doch?!

T.: Ja, hallo? Hier Jürgen Trittin--

A.: Jürgen wer?

T.: Trittin, ich bin, äh, Ex-Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit und heute stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Partei Bündnis 90/Die Grünen.

A.: Ach?! Von den Grünen? Grün ist die Farbe des Islam, wissen Sie das?

T.: Ja, das ist uns natürlich eine Ehre, wir haben ja große Sympathien für die Religion des Friedens und der Toleranz…

A.: Hä? Wie meinen Sie das?

T. (irritiert): Jedenfalls sehe ich da durchaus Schnittmengen mit den Idealen meiner Partei…

A.: Sagt man von den Grünen nicht, dass sie finden, was Hitler mit den Juden gemacht habe, sei ja in Ordnung, aber die Autobahnen hätte er nicht bauen sollen? (lacht)

T.: Also, das ist ja nun… (schnauft)… Ähm, Herr Präsident, die Lage ist ernst, die Amerikaner planen schon wieder einen Krieg und ---

A.: Sag ich doch, genau meine Rede! Sie wollen die friedliebenden Völker des Islam einmal mehr demütigen.

T.: Ja, und vorher will dieser unsägliche Herr Bush Sanktionen gegen Ihr Land verhängen! Das muss unbedingt verhindert werden. Ich möchte Sie bitten, äh, sich jetzt kooperativ zu zeigen, um den Amerikanern keinen Vorwand zu liefern, Ihr Land anzugreifen.

A. (treuherzig): Aber ich will doch die Kernenergie nur friedlich nutzen, dagegen haben Sie ja wohl nichts?

T.: Naja, also das, hm, wissen sie, was die Kernenergie angeht, da habe ich doch eigentlich…, äh, also in Ihrem Fall wäre das für mich schon in Ordnung. Nur, der Punkt ist: Die Welt fürchtet, dass Sie Ihr Atomprogramm militärisch nutzen könnten und, sagen wir mal: Israel vernichten, was, das muss ich hier ganz deutlich sagen… (nimmt all seinen Mut zusammen) für uns Grüne nicht akzeptabel wäre.

A.: Die islamische Welt fürchtet aber nicht, dass wir das zionistische Gebilde atomisieren. Sie freut sich darauf! (lacht)

T. (pikiert): Also mit der Einstellung, Herr Präsident, äh, leisten Sie ja dem unseligen Kreuzzug des Herrn Bush praktisch Vorschub. Ich muss auch sagen, also Deutschland als Freund Israels UND der Araber---

A.: Wie geht denn das zusammen?

T.: Also, wir stehen ganz klar für das Lebensrecht aller Staaten im Nahen und Mittleren Osten ein, und insofern sind Ihre Äußerungen auch hinsichtlich des Holocaust und der Existenzberechtigung Israels durchaus…, äh, problematisch. Vertrauensbildende Maßnahmen sind jetzt ganz dringend erforderlich, um den Druck aus dem Kessel zu nehmen, und vielleicht, Herr Präsident könnten Sie als ersten Schritt Ihren Einfluss auf die Hisbollah geltend machen und sie in eine rein politische Partei umwandeln.

A.: Ya-allah, und wer soll dann den Heiligen Krieg führen, so lange wir an unserem Atomprogramm arbeiten?!

T.: Gut, ich sehe schon, äh, wir kommen heute nicht mehr zusammen. Ich werde wohl besser mal in Washington anrufen. Nichts für ungut, Herr Präsident!

A.: Eine Bitte habe ich aber auch noch. Wenn der große Satan sich anschickt, mein Land anzugreifen, senden Sie rechtzeitig ein paar menschliche Schutzschilde nach Teheran? Oder sind die noch im Darfur?

T.: Im Darfur? Sind da welche?

A.: War nur ein Scherz.

T.: Ach so, natürlich, ja, Herr Präsident. Ich wünsche noch einen schönen Tag. Und richten Sie doch bitte dem zwölften Imam meine herzlichsten Grüße aus, wenn er eintrifft.

A.: Gern. Auf Wiederhören.
(legt auf und wendet sich kopfschüttelnd wieder der Zentrifuge zu): Vollidiot.