Wednesday, June 27, 2007

Neue Ehrung für den Allgemeinplatzwart

Der Dalai Lama erhält die Ehrendoktorwürde der Universität Münster. Immer wieder erstaunlich, wie weit dieser Mann mit seinen Kalendersprüchen kommt! "Nicht zu bekommen, was man will, ist manchmal ein großer Glücksfall", "Lebe ein gutes, ehrbares Leben" oder "Eine liebevolle Atmosphäre in deinem Heim ist das Fundament für dein Leben" – mit derlei Weisheiten entzückt dieser Götze für die Lauwarmen (die der HErr bekanntlich ausspeit) alle esoterisch angehauchten DünnbrettbohrerInnen, die für eine ernsthafte Auseinandersetzung mit den Thesen etwa eines Ratzinger einfach zu stumpf sind. Aber so scheinen die Zeiten wohl zu sein. Nun gut, dann will ich nicht zurückstehen und der SoE-Gemeinde – auch wenn ich ihr mehr zutraue als der gemeinen Yogakursbesucherin im Postklimakterium – in diesem Sinne ein paar Weisheiten mit auf den Weg geben, die mich das Leben gelehrt hat:

Gehe bei schönem Wetter hinaus, deine Laune hebt sich dann eher als bei Dauerregen.

Trinke ordentlichen Espresso, der ist besser als deutscher Filterkaffee.

Ein erfülltes Sexualleben ist gut für die Befindlichkeit.

Äußere dich pro-israelisch, wenn du die Einsamkeit suchst.

Eine pubertierende Tochter zu haben, treibt die Telefonrechnung in die Höhe.

Sei freundlich zu anderen, das macht dich beliebt.

Hin und wieder ein Buch zu lesen bringt den Menschen weiter als täglich 9live zu schauen.

Auch Hypochonder können krank werden.

Fürchte dich nicht vor der Natur, es sei denn, ein Tsunami türmt sich direkt vor dem Strand auf, an dem du Urlaub machst.

Google deinen Namen. Du wirst staunen, wieviele kluge Zeitgenossen es gibt – und wieviele Hirnis.

Sich über einen anderen Menschen lustig zu machen, ist durchaus statthaft, wenn er's verdient.


Weitere weise Ratschläge aus dem Kreis unserer Leser sind jederzeit willkommen. So werden wir alle erleuchtet.

7 Comments:

Anonymous Bernd said...

Zu dem ewig freundlich grinsenden Gangster gibt es eine (etwas ältere) aber sehr informative Buchbeschreibung, bezogen auf C. Goldners "Fall eines Gottkönigs":

Ein ungeheures Lächeln:

http://www.tagblatt.de/homepages/hammerschmitt/low_goldner.html

9:30 PM  
Blogger Astuga said...

"If you have a particular faith or religion, that is good. But you can survive without it."
Hört sich doch recht cool, an für ein religiöses Oberhaupt.

Außerdem denke ich, dass du ihn mit Paul Coelho verwechselt hast. :P

4:26 PM  
Blogger Bimon said...

LOL

Na gut, ich versuch's mal.

Ähem.

Wenn dir der Völkerbund das Mandat über Palestina überträgt, macht es Sinn die Balfour Deklaration so schnell wie möglich umzusetzen, das kann vielen Menschen eine Menge Leid ersparen.

Wenn du in einem von Ägypten begonnenen Krieg den Sinai gewinnst, ist es nicht ratsam, diesen für ein paar lauwarme Versprechungen zurückzugeben.

Großmutters Rat:
Golanhöhen eignen sich sehr gut zur Verteidigung eines Israels, für die Entfernung von Rotweinflecken ist hingegen Salz besser geignet.

Der Hausfrauentip:
Tibetische Buddhisten eignen sich deutlich besser für Zweistaatenlösungen als arabische Muslime.

8:53 PM  
Anonymous Anonymous said...

Was dein ist, ist dein. Was nicht dein ist, gehört dir nicht.

Nur wer gut denkt, kann klug reden.

Armut ist der Seele schönstes Tuch.

Das Leben gleicht dem Flug einer Fliege.

Schliesse die Augen und der erkennst dein Selbst.

Ein kleiner Stein kann das Brot verderben.

1:42 PM  
Anonymous Anonymous said...

"It's a good basic axiom that if you take a quart of ice-cream and a quart of dog faeces and mix 'em together the result will taste more like the latter than the former. That's the problem with the UN."

The Prophet Mark Steyn

8:19 PM  
Blogger Dominik Hennig said...

"Äußere dich pro-israelisch, wenn du die Einsamkeit suchst."

Wie mich die Erfahrung lehrt, reicht es in libertären Kreisen sogar aus, einen Freund zu haben, der ein pro-israelisches Blog betreibt. Hätte ich so nicht erwartet. Ich war früher mal für Möllemann und hielt mich da sogar für mutig. :-)

7:11 PM  
Anonymous Anonymous said...

Eine richtige Minderheit sind doch schwarze, schwule polnische Juden.

Oder geht noch eine heftigere Überlegung?


MfG

Florian

10:55 AM  

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