Thursday, June 14, 2007

Fruchtzwerge im Bauch

Wie naiv muss man eigentlich sein, um die Welt pauschal in zwei Lager (arm=gut und reich=böse) einzuteilen? Auf der musikalischen Veranstaltung gegen den G-8-Gipfel röhrte Herbert Grönemeyer, er kenne "den" Afrikaner als "stolzen und noblen Menschen". Heilige Einfalt! Als reichte nicht ein Blick in den Kongo oder nach Ruanda oder Somalia oder Sudan, um sich lieber auf die Zunge zu beißen als so einen Schmarrn von sich zu geben. Schließlich haben sich dort Millionen noble Afrikaner gegenseitig massakriert - oder sind noch dabei.

Denn der Mensch heißt Mensch / weil er vergisst, was er erzählt / weil er Faxe schickt, telefoniert und sich verwählt / Weil er Korinthen kackt und weil er Erbsen zählt / Und der Mensch heißt Mensch, weil er nicht hält was er verspricht / weil er hustet wenn er raucht, weil er trinkt und dann erbricht… / Und der Mensch heißt Mensch, weil er liebt, was er gern quält, weil er Äpfel einfach isst, aber Pampelmusen schält / Weil er schmatzt, wenn er isst, weil er lügt und gleich vergisst / weil er "Scheiße!" schreit, wenn man ihn später daran misst / weil er stinkt, wenn er schwitzt… (Hagen Rether)

So isser nämlich, der Mensch. Auch der schwarze. Nix für ungut, Herbert.

3 Comments:

Anonymous Anonymous said...

Allerdings ist Hagen Rether leider ein typischer Antiamerikaner, der sich leicht über die Kirche, den Papst, vor allem aber über Israel (sog. gezielte Tötungen usw.) mit solchen Kalauern "ärgern kann", denen das Lachen des Pöbels folgt, aber zum Islamismus und Terrorismus in der Regel schweigt! Gruß Hans Hamburg

7:44 PM  
Blogger Claudio Casula said...

@ Hans Hamburg

Das ist leider wahr.

10:27 AM  
Anonymous Bernd said...

Liza hat zu Grönemeyers 50. Geburtstag im April 2006 eine passende "Hommage" geschrieben und dazu einen Textauszug des USA-Hassers aus Bochum ins Netz gestellt. Link ganz unten, so viewl Geduld muss sein:

Du kommst als Retter in jeder Not,
zeigst der Welt deinen Sheriffstern,
schickst Sattelschlepper in die Nacht,
bringst dich in Stellung, Amerika.

Oh Amerika, du hast viel für uns getan,
oh Amerika, tu uns das nicht an.

Viele Care-Pakete hast du uns geschickt,
heute Raketen, Amerika.
Du hast bei dir so viel mehr Platz als wir,
was sollen sie hier, Amerika?

Oh Amerika...

Oh Amerika, wenn du gar nicht anders kannst,
oh Amerika, dann prügel, wenn du dich prügeln musst,
in deinem eig’nen Land.

Du willst in allem immer besser sein,
größer, schneller, weiter, Amerika.
Ich habe Angst vor deiner Fantasie,
vor deinem Ehrgeiz, Amerika.

Oh Amerika...

Lad Russland endlich zu dir ein,
einigt, entrüstet euch, Amerika.
Oder schießt euch gemeinsam auf den Mond,
schlagt euch dort oben, er ist unbewohnt.

Oh Amerika...

-----------------

http://lizaswelt.blogspot.com/2006/04/barde-des-ressentiments.html

4:44 PM  

Post a Comment

<< Home