Friday, January 12, 2007

Abgewürgt: die Terror-Intifada

Das Schöne an den düsteren Vorhersagen der Terrorversteher ist, dass sie regelmäßig von der Wirklichkeit widerlegt werden. Hieß es nicht mal, die Terror-Häuptlinge Yassin und Rantisi aus dem Verkehr zu ziehen, würde nur den Hass noch weiter anstacheln und noch mehr Verzweiflungstaten (vulgo: Terroranschläge) zur Folge haben? Hieß es nicht mal, der Sicherheitszaun brächte keine Sicherheit, weil man drüber klettern oder drunter durchschlüpfen könnte? Hieß es nicht mal, gegen Selbstmordattentäter könnte man einfach nichts machen?

Man kann sehr wohl. Indem man die Terroristen in ihren Nestern heimsucht, sie in Gewahrsam nimmt oder, wenn Gefahr im Verzuge ist, sie gleich zur Hölle schickt, Waffen und Munition beschlagnahmt, ihre Tunnel aushebt und vor allem: einen schönen langen, hohen Zaun, state of the art, errichtet. Die Einsätze der israelischen Verteidigungsstreitkräfte waren offensichtlich sehr effektiv, denn gelangen den palästinensischen Terrorgruppen noch 2002, im schlimmsten Jahr der „Al-Aqsa-Intifada“, 62 Selbstmordattentate (234 Tote), so waren es im vergangenen Jahr noch genau zwei (11 Tote). Die Zahl dieser besonders perfiden Terroranschläge hat sich seit 2002 von Jahr zu Jahr verringert: von den erwähnten 62 auf 18 (2003), auf 7 (2004), auf 5 (2005), auf 2 (2006).

Entsprechend hat auch die Gesamtzahl der ermordeten Zivilisten in Israel abgenommen: von 289 (im Jahr 2002) auf 145, 72, 43 bis auf 23 (im Jahr 2006).

Nicht, dass es am Mordwillen der Terroristen gemangelt hätte; der ist ungebrochen. Laut Armeeangaben wurden 187 (!) potenzielle Attentäter rechtzeitig abgefangen bzw. verhaftet. Es nun einmal so: Weil die israelische Armee im Frühjahr 2002 in die Offensive gegangen ist und die palästinensischen Terroristen seitdem damit beschäftigt sind, sich vor der IDF zu verstecken, kommen sie nicht mehr dazu, neue Anschläge zu planen bzw. auszuführen. Gewalt kann also durchaus eine Lösung sein, jedenfalls dann, wenn weder Zurückhaltung noch in Verhandlungen demonstrierter Goodwill gefruchtet haben.

Die Palästinenser haben für ihre Terror-Intifada einen hohen Blutzoll entrichten müssen. Und was hat sie ihnen gebracht? Nichts. Keine weiteren Zugeständnisse Israels, erst recht keinen Staat; statt dessen haben sie beim Verhandlungspartner die Überzeugung geweckt, dass sie keine Ruhe geben werden, egal was man ihnen gibt. „Wer ficken will, muss freundlich sein“ – diese alte Weisheit haben sie nie verinnerlicht. Bleibt abzuwarten, wann sie ihnen endlich dämmert.

2 Comments:

Blogger Niko said...

Die Argumentation der Terrorversteher geht natürlich so: Es gibt weniger Terroranschläge, weil das mythische Volk der sog. Palästinenser friedlicher geworden ist, u.a. durch massive Geldleistungen seitens EU, USA und UN. Das ist natürlich deswegen bequem, weil es gleich einen Vorwand liefert für neue Anschläge, falls mal die Schecks kleiner ausfallen.

9:46 PM  
Anonymous Hamster said...

Die Sportsfreunde kommen also nicht mehr zum Zuge, eine schöne und erfreuliche Statistik.

Anscheinend kann man gegen den Selbstmordbomber mittlerweile erfolgreich vorgehen, was aber mit den Raketenangriffen?

7:59 PM  

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