Tuesday, December 05, 2006

Taliban in Gaza

Frauen haben es in Palästina nicht leicht. Da es zu Hause nicht selten Prügel setzt und die herrschenden Islamisten sie allenfalls als Gebärmaschinen der Nation, als Suizid-Attentäterinnen und als menschliche Schutzschilde für gesuchte Terroristen sowie als Klageweiber für die Auslandspresse zu schätzen wissen, ist das mit der Selbstverwirklichung so eine Sache.

Nun gibt es aber immer noch Frauen, die im Hijab nicht unbedingt den Ausdruck der eigenen Persönlichkeit erkennen und unverschleiert herumlaufen. Diese, vorwiegend Studentinnen diverser Hochschulen, sind, wie Khaled Abu Toameh in der "Jerusalem Post" berichtet, ins Visier einer bisher unbekannten Gruppe geraten, die sich "Gerechte Schwerter des Islam" nennt: "Wir kennen keine Gnade mit irgendeiner Frau, die die Traditionen des Islam missachtet und in Internet-Cafés abhängt." Folgerichtig hat die Bande, die niemanden vom selbst- und hirnlosen Einsatz für den Jihad abgelenkt sehen möchte, nach eigenen Angaben bereits ein Dutzend dieser Einrichtungen angegriffen und auch ein Auto zerstört, aus dem "zu laute Musik" dröhnte.

Kommt einem irgendwie bekannt vor. Was den Taliban in Afghanistan recht war, ist den Palästinensern offenbar zunehmend billig. Höchste Zeit, dass sich der "Deutsch-Palästinensische Frauenverein" energisch zu Wort meldet.

Hat da jemand gelacht?

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