Thursday, June 22, 2006

We don´t need no education!

Wie Ha'aretz heute berichtet, hat Pink Floyd-Frontmann Roger Waters, der zurzeit in Israel weilt, einen guten Rat für seine Gastgeber: "Tear down the wall!"

"It's a horrific edifice, this thing," teilte Waters Reportern in Bethlehem mit. Entsetzlich ist zwar vor allem der Grund für die Errichtung der Sperranlage, aber dafür ist Waters mutmaßlich zu naiv.

"I've seen pictures of it, I've heard a lot about it but without being here you can't imagine how extraordinarily oppressive it is and how sad it is to see these people coming through these little holes. It's craziness."

Yepp! Wirklich verrückt, die Mörder auszusperren. 1500 tote und etliche weitere tausend bei Terroranschlägen verstümmelte israelische Opfer des so genannten Friedensprozesses sind Waters offensichtlich nicht Argument genug für die "Mauer", die, das sei eingeräumt, ästhetischen Ansprüchen in der Tat nicht genügt. Aber sie erfüllt ihren Zweck, denn den Sprengstoffgürtelträgern will es nicht gelingen, durch die "little holes" zu schlüpfen.

Nicht überraschend, dass Waters sein Konzert im jüdisch-arabischen Dorf Neve Shalom gibt. Die Illusion von Friede, Freude und Eierkuchen ist ja allemal angenehmer als ein Besuch in einem Rehabilitationszentrum für Terroropfer, in dem selbst ein Scheuklappenträger wie Waters einige ernüchternde Erkenntnisse gewinnen könnte.

"Tear down the wall" – damit kann sich auch die Hamas anfreunden. Wer weiß, demnächst untermalen sie vielleicht im palästinensischen Rundfunk und TV die Selbstmordbomberrekrutierungs-Clips mit den besten Stücken von Pink Floyd.

4 Comments:

Blogger msh said...

Ich liebe dieses Bauwerk!

http://martin-hagen.blogspot.com/2006/04/wall.html

3:44 PM  
Blogger Franklin D. Rosenfeld said...

Wenn es denn ueberall eine Mauer waere, waeren die pseudo-moralischen Sprueche der amoralischen Linken irgendwie noch genuesslicher ;-)

7:28 PM  
Blogger Axel Bavaria said...

Die Mauer ist leider keine Lösung. Sie ist eine hilflose Reaktion auf die bestehenden Probleme.

Sie hält die Qassam-Raketen von heute, und die Katjuscha-Raketen von morgen nicht auf.

Terroristen graben sich einfach darunter durch, steigen drüber oder zerschneiden den Zaun - siehe die aktuelle Entführung des Soldaten in Israel.

Jenseits der "Mauer" agieren die Terroristen wegen fehlender IDF-Präsenz nunmehr völlig ungestört.

Die Mauer schafft mehr neuen Terror, von einer noch gefährlicheren Sorte, als sie zu verhindern vermag.

...

Eine richtige Lösung wäre die Umsiedelung der "palästinensischen" Araber in die arabisch/moslemischen Staaten Nord-Afrikas, Arabiens und Asiens. Da gibts genug Land und Jobs für alle "Palästinenser."

Und die Israelis könnten dann produktiveren Tätigkeiten nachgehen, als Mauern zu bauen und Zäune entlang zu patrouillieren.

2:06 PM  
Blogger Claudio Casula said...

@axel bavaria

An den bereits fertig gestellten Abschnitten ist die Zahl der Terroranschläge fast auf Null zurückgegangen. Sinn und Zweck ist ja, die elenden Selbstmordattentäter draußen zu halten, und dass der Sicherheitszaun eine effektive Maßnahme ist, davon bin ich, besonders seit ich ihn letzten Herbst in Augenschein genommen habe, durchaus überzeugt. Den möchte ich sehen, der sich unter sowas durch gräbt oder drüber klettert. Ein Kilometer kostet ca. 2 Millionen Euro, wegen des High-Tech-Gedöns wie Infrarotkameras, Bewegungsmelder etc. Und vor dem eigentlichen Zaun ist erst noch ein Niemandsland zu durchqueren.

Ich stimme zu, dass Raketen darüber geschossen werden können, aber das ist dann, nach Fertigstellung der Anlage, Sache der IAF, darauf zu antworten.

Und yepp, jenseits der "Mauer" gibts ja schon länger keine IDF-Präsenz mehr, damit hat der ganze Schlamassel ja erst angefangen. Aber in die vor-Oslo-Zeiten geht es nicht mehr zurück, deshalb ist die Abkopplung die beste aller schlechten Möglichkeiten.

Noch ein Wort zum "Transfer": Wäre der im Zuge der Kriege von 1948/49 oder 1967 erfolgt, würden eben noch mehr Palästinenser in Flüchtlingslagern leben als heute, denn die arabischen Staaten, mit Ausnahme Jordaniens, sind nach wie vor nicht bereit, sie zu integrieren. Und jetzt ist es eh nicht mehr praktikabel, es sei denn, die Palästinenser legten es durch fortgesetzten und vielleicht sogar noch intensivierten Terror (Mega-Attacke?) darauf an. Damit wäre das Problem aber auch nicht gelöst, denn ein Krieg ist erst zu Ende, wenn der Besiegte auch einsieht, dass er verloren hat. Soweit sind die Palästinenser immer noch nicht, und sie machen auch nicht den Eindruck, als würden sie es je sein.

6:00 PM  

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