Tuesday, June 27, 2006

Lehikanes ba´hem!

Abba Ebans Urteil, dass die Palästinenser keine Gelegenheit versäumen, eine Gelegenheit zu versäumen, gilt heute so wie damals. Längst hat man den Eindruck, es gehe ihnen gar nicht um einen eigenen Staat. Den hätten sie ja längst haben können. Nein, Israel zu schaden ist ihnen wichtiger als ihr eigenes Wohlergehen. Deshalb haben sie die im Gefolge der Osloer Abkommen erreichte Autonomie nicht genutzt, um der Welt zu beweisen, dass man ihnen einen unabhängigen Staat anvertrauen kann, sondern genau das Gegenteil davon getan.

Nun werden Kenner der Materie sagen: Das war vorauszusehen, mit Arafat und seinen Kohorten war buchstäblich kein Staat zu machen; der Terror seiner Banden, die ja drei Jahre vor dem Sechstagekrieg und der Besetzung der Gebiete in Jordanien entstanden, war von Anfang an ihr Daseinszweck, und außer schießen und bomben können sie eh nix. Und das stimmt ja auch. Der Versuch Rabins und Peres´, den notorischen Lügner und Verbrecher Arafat zu resozialisieren, ist grandios gescheitert: In den Autonomiegebieten, die 97 Prozent der Palästinenser von israelischer Militärpräsenz befreiten, entstanden trotz großzügiger Hilfen aus Europa und den USA weder Arbeitsplätze noch menschenwürdige Behausungen, dafür aber schritt die Aufstellung und Bewaffnung diverser Milizen zügig voran, und bauten sich korrupte PLO-Bonzen Villen mit Swimming-Pool, während sie auf CNN darüber klagten, wie schlecht es dem Volk ginge.

So gut wie keine einzige Verpflichtung aus den Abkommen mit Israel hat die Palästinenserführung honoriert, ob es um den zentralen Punkt ging, dass künftige Meinungsverschiedenheiten auf gewaltfreiem Weg zu lösen seien, um die Aufstellung der „Polizei“-Kräfte, oder um die Erziehung der Kinder im Geiste des Ausgleichs. Stattdessen blähten sich die Streitkräfte der PA auf das Dreifache der vereinbarten Zahl auf, wurden schon die Kleinsten in der Schule zum Hass gegen den „zionistischen Feind“ aufgestachelt, der auf palästinensischen Landkarten nicht einmal eingezeichnet war, hetzten radikale Prediger die Massen in Freitagspredigten auf, wurden „Kollaborateure“ öffentlich unter dem Gejohle des Pöbels erschossen.

Kein Wunder, dass der Terror gegen israelische Bürger eine Dimension erreichte, die zu Zeiten, in denen Israel noch wirklich über die Westbank und den Gazastreifen herrschte, nicht denkbar gewesen war. Oder kann sich irgendjemand vorstellen, dass die israelische Armee mit verschränkten Armen zugeschaut hätte, wie sich ein halbes Dutzend Terrorgruppen bis an die Zähne bewaffnen und Tausende Kämpfer durch die Straßen Ramallahs oder Gaza Citys marschieren?

Das Gegenteil von gut ist gut gemeint, heißt es. Unverbesserliche Friedenstauben in Israel standen immer wider besseres Wissen dazu, es wenigstens versucht zu haben. Dass jetzt aber nur noch eine Handvoll Hardcore-Phantasten wie Uri Avnery glaubt, mit den Palästinensern zu einem Agreement kommen zu können, das wenigstens das Papier wert ist, auf dem es geschrieben steht, hat seinen guten Grund: Die Palästinenser bevorzugen noch immer die Taube auf dem Dach, und sie können von ihrer verhängnisvollen Neigung zur Gewalt nicht lassen.

Das zeigte sich bereits zur Amtszeit Rabins, als die ersten Selbstmordattentäter sich in Tel Aviver und Jerusalemer Stadtbussen in die Luft sprengten, es zeigte sich im Wahlkampf Peres’ gegen Netanyahu, den Peres nach haushohem Vorsprung dank dreier Blutbäder auf Israels Straßen doch noch knapp verlor, und es zeigte sich während der so genannten „Tunnel-Unruhen“, als die Öffnung eines antiken Hasmonäer-Tunnels in der Altstadt von Jerusalem Arafat Anlass genug war, seine mit israelischer Duldung bewaffneten Polizeikräfte das Feuer auf den Friedenspartner eröffnen zu lassen. Von der „Al-Aqsa-Intifada“ ganz zu schweigen.

Daran darf man die sich pro-palästinensisch gebärdenden Zeitgenossen gern erinnern: Arafat wurde aus Tunis vor die Tore Jerusalems geholt, weil man ihm vertraute, die auf dem Rasen des Weißen Hauses vor aller Welt unterzeichneten Verträge einzuhalten. Es gab noch keine Checkpoints und erst recht keine „Mauer“, und Hunderttausende Palästinenser verdienten in Israel ihre Brötchen.

Dass das heute nicht mehr so ist, hat nur einen einzigen Grund: den Terror palästinensischer Banden, die Israel genauso zusetzten wie ihren eigenen Leuten, auf deren Rücken sie ihren "Heiligen Krieg" ausfechten zu müssen meinen.

Vor mehr als einem Jahr räumte Israel den Gazastreifen. Und wiederum geschah das, was man befürchten musste: Die Palästinenser erwiesen sich als unfähig, selbst diese Chance zu nutzen. Statt auf den Ruinen der evakuierten Siedlungen Häuser zu bauen, schossen sie lieber allnächtlich Raketen auf Ortschaften jenseits der internationalen Grenze ab. Unwillig, einen Bürgerkrieg zu riskieren, ließ Abbas die Terroristen gewähren, was nicht weiter überrascht, ist doch seine Fatah entgegen westlichem Irrglauben nicht „gemäßigt“, sondern bedient sich ganz ähnlicher Methoden wie Hamas et al. Die Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden verübten ebenfalls Selbstmordattentate, zuweilen in Kooperation mit Hamas und Islamischem Jihad.

Um es mal ganz unmissverständlich zu sagen: Der fortgesetzte Terror gegen einen zum Abzug auch aus 90 Prozent der Westbank entschlossenen Staat bedeutet, dass die Palästinenser nicht reif sind für einen Frieden, und die Wahl der Terrorbande Hamas bedeutet, dass sie nicht reif sind für die Demokratie.

Aber sie sind überreif für wirklich harte Maßnahmen der israelischen Armee.

Eine Regierung wie die palästinensische, die Israels Existenzrecht negiert, Terroranschläge offiziell begrüßt und jetzt auch Geiseln nehmen lässt, kann keine Immunität mehr genießen. Sie ist eine Bande von Kriminellen, mit der nicht „geredet“ werden muss, sondern die schnellstmöglich aus dem Verkehr zu ziehen ist. Die sich Kritiker nennenden Feinde Israels in Europa vergessen häufig, wenn sie es denn überhaupt jemals gehört haben, dass die Palästinenser buchstäblich am israelischen Tropf hängen, dass sie seit jeher Wasser und Elektrizität vom jüdischen Staat beziehen, und dass Israels Armee bisher nur einen Bruchteil ihrer Möglichkeiten genutzt hat, um den Palästinensern zu zeigen, wo der Frosch die Locken hat. Wenn ihnen wirklich erst die Zunge aus dem Hals hängen muss, um zu begreifen, dass ihr selbstzerstörerischer Weg der falsche ist, so soll es denn sein.

Die Operation „Schutzschild“ der israelischen Armee nach der verheerenden Terrorwelle im März 2002 brach den Terrorgruppen in der Westbank das Rückgrat. Jetzt scheint die Zeit gekommen, Gaza von Hamas und anderen Verbrecherbanden zu säubern. Und sage keiner, die Palästinenser hätten sich nicht auch das selbst zuzuschreiben.

Nicht wenige von ihnen werden sich die Besatzungszeit noch zurückwünschen.

5 Comments:

Blogger msh said...

"Mich nicht zu verschonen war richtig
Denn die Lektionen des Lebens war'n wichtig."

Sommerregen - Die Fantastischen Vier.

Mehr:

http://martin-hagen.blogspot.com/2006/06/operation-sommerregen.html

10:32 AM  
Anonymous Tuotrams said...

Schade das Israel (mal wieder) zivile Infrastruktur zerstört statt die Milizen anzugreifen.

10:33 AM  
Blogger Claudio Casula said...

@tuotrams

Die IDF hat doch wohl genügend Operationen gegen Jihad- und Hamas-Terroristen durchgeführt, um Ihr Statement zu widerlegen, oder?

Richtitg ist, dass der protzige Privatflughafen von Yassir Arafat mal von der Luftwaffe malträtiert wurde, aber erstens war das kein Objekt, das den Palästinensern bis dahin in irgendeiner Art und Weise nützlich geschweige denn für sie notwendig gewesen wäre ("Infrastruktur") und zweitens war der Airport für Waffenschmuggel auf höchster Ebene missbraucht worden. Vom Friedensnobelpreisträger höchstpersönlich.

12:07 PM  
Anonymous Anonymous said...

die MSM werden weiter das Mantra singen: Israel ist schuld, Israelis sind Mörder, Israelis sind Rassisten, Israel ist Kriegstreiber, Israelis sind Kriegsverbrecher, Israel betreibt Völkermord, Israel ermordet palästinensische Kinder, Israel schlachtet Palästinenser, Israel weidet Palästinenser aus, um an deren Organe zu kommen, Israel hält Sklaven, Israel ermordet Moslems usw. usw..
Weiß ich alles jetzt schon.
Da hilft auch kein sachlicher Artikel (aber trotzdem gut, daß es sachliche Artikel gibt).

2:19 PM  
Blogger Unionsbuerger said...

Wo bleibt die Verhältnismässigkeit der Mittel der demokratischen Regierung Israels ?

8:03 AM  

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